Integrität in der Wissenschaft

Wissenschaftliche Integrität ist eine unerlässliche Voraussetzung für den Fortschritt in der Forschung sowie für die Glaubwürdigkeit und Akzeptanz der Wissenschaft und deren Institutionen in der Gesellschaft. Wissenschaftliche Integrität beruht auf der Einhaltung von grundlegenden Prinzipien guter wissenschaftlicher Praxis im Sinne von Verlässlichkeit, Redlichkeit, Respekt und Verantwortung1.

Die Universität Zürich und ihre Angehörigen sind diesen Grundsätzen verpflichtet. Zur Förderung der wissenschaftlichen Integrität und zur Verhinderung wissenschaftlichen Fehlverhaltens schafft sie Informations- und Schulungsangebote sowie rechtlich klar geregelte Strukturen und Abläufe für die Untersuchung von Verdachtsfällen.

Integritätsverordnung der UZH

Die neue Verordnung über den Umgang mit wissenschaftlichem Fehlverhalten an der Universität Zürich (Integritätsverordnung)2 orientiert sich an nationalen und internationalen Standards zum Umgang mit wissenschaftlichem Fehlverhalten und ersetzt die ähnlich lautende interne Weisung aus dem Jahr 2003.

Die Verordnung gilt für alle zum Zeitpunkt eines wissenschaftlichen Fehlverhaltens an der UZH wissenschaftlich tätigen Personen einschliesslich der Doktorierenden. Sie definiert, was unter wissenschaftlichem Fehlverhalten verstanden wird, und unterscheidet drei Instanzen im Verfahrensablauf.

Vertrauensperson: Erste Anlaufstelle und Beratungsinstanz

Die Vertrauensperson und ihre Stellvertretenden bilden die erste und zentrale Anlaufstelle bei einem Verdacht auf wissenschaftliches Fehlverhalten und nehmen entsprechende Meldungen entgegen. Sie sind gesamtuniversitär beratend, unterstützend und vermittelnd tätig und treffen nach dem Eingang einer Meldung Vorabklärungen. Wenn sie die Eröffnung eines Verfahrens für angezeigt halten, informieren sie die Universitätsleitung, den Rechtsdienst und die beschuldigte Person.

Integritätsbeauftragte/r: Ermittlungsinstanz

Der/die Integritätsbeauftragte oder seine/ihre Stellvertretende führen im Auftrag der Universitätsleitung Verfahren zur Prüfung eines Verdachts auf wissenschaftliches Fehlverhalten durch. Falls notwendig, wird zur Unterstützung eine Untersuchungskommission eingesetzt.

Universitätsleitung: Entscheidungsinstanz

Als Entscheidungsinstanz beschliesst letztlich die Universitätsleitung aufgrund der Untersuchungsergebnisse und Empfehlungen der Ermittlungsinstanz über den Abschluss eines Verfahrens sowie über allfällige Massnahmen.

Verdacht auf wissenschaftliches Fehlerverhalten oder allgemeine Fragen: An wen soll ich mich wenden?

Die Vertrauensperson und ihre Stellvertretenden sind die erste Anlaufstelle bei einem Verdacht auf wissenschaftliches Fehlverhalten bei Forschenden der UZH (ab Stufe Doktorierende) und nehmen entsprechende Meldungen entgegen. Sie bieten auch generell Rat und Unterstützung bei Fragen zu wissenschaftlicher Integrität. Alle Anliegen werden strikt vertraulich behandelt.

Um eine Mitteilung an die Vertrauensperson und ihre Stellvertretenden zu richten, füllen Sie bitte unser Kontaktformular aus. Wenn Sie ein persönliches oder telefonisches Gespräch wünschen, können Sie dies ebenfalls im Kontaktformular angeben.